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Willebadessen ist Bioenergie-Kommune 2016

Willebadessen ist Bioenergie-Kommune 2016

v.l.: Ansgar Grawe, Stadt Willebadessen; Micha Loewen, Biomassehof Borlinghausen, Willebadessens Bürgermeister Hans Hermann Bluhm, Norbert Hofnagel, Geschäftsführer der BEM Biomasse, Energie, Maschinenring Borlinghausen, Alexander Hake, Biomassehof Borlinghausen, Ministerialdirektor Abtl.leiter ?Biobasierte Wirtschaft, Nachhaltige Land- und Forstwirtschaft? Clemens Neumann und parl. Staatssekretär Peter Bleser vom BMEL. Bildquelle: FNR/Felix Müller

„Unsere Wettbewerbs-Gewinner zeigen, dass sich auch größere Orte und Städte mit bis zu 20.000 Einwohnern schon heute ohne weiteres mit Strom und Wärme aus erneuerbaren Energien, insbesondere aus regionaler Biomasse versorgen können“, sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundeslandwirtschaftsminister, Peter Bleser, letzte Woche auf der Grünen Woche in Berlin.
Er zeichnete Ascha in Bayern (1.600 Einwohner), Neustrelitz in Mecklenburg-Vorpommern (21.000 Einwohner) und Willebadessen in Nordrhein-Westfalen (8.300 Einwohner) als Sieger im Wettbewerb Bioenergie-Kommunen 2016 aus.
Alle drei Orte gewinnen einen Großteil ihrer Wärme und weit mehr als ihren eigenen Strombedarf regenerativ, vor allem aus Bioenergie.
„Das Land verfügt über die Flächen, die Städte über die Verbraucher: Beides müssen wir intelligent zusammenbringen, wenn die Energiewende funktionieren soll.
Bei den drei ausgezeichneten Orten ist diese Land-Stadt-Partnerschaft bereits Realität“, erklärte Bleser. „Bioenergie-Kommunen sind die Pioniere der Wärmewende“, so der Staatssekretär weiter.
Er dankte den Kommunen für ihren Mut und das persönliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger. In allen drei Orten erzeugen zentrale Biomasse-Anlagen einen großen Teil der Wärme, der über Nahwärmenetze in die Gebäude verteilt wird.
Diese Variante ist effizienter als die dezentrale Versorgung über eine Vielzahl von kleinen Einzel-Anlagen - vorausgesetzt, die Bebauung ist dicht und die Abnehmer sind zahlreich genug, so dass keine zu großen Leitungsverluste entstehen.
Gleichzeitig wies der Staatssekretär darauf hin, dass es für die Energiewende in größeren Städten künftig noch mehr darauf ankommt, Bioenergie mit anderen erneuerbaren Energien und mit Energieeffizienz- und –einsparungsmaßnahmen zu verbinden. Außerdem komme einer Verknüpfung von Erzeugern, Netzen und Verbrauchern und einer Kopplung der drei Sektoren Strom, Wärme und Mobilität steigende Bedeutung zu. Die drei Gewinner-Orte engagieren sich auch hier bereits vorbildlich und setzen neben Bioenergie auf Photovoltaik und Solarthermie, sie sparen Energie und betreiben Bioerdgas- und Stromtankstellen. Schließlich profitieren die Bioenergie-Kommunen auch regionalwirtschaftlich von der Umstellung auf heimische Energieträger, durch Steuereinnahmen, Gewinne und neue Arbeitsplätze.
So liegt die regionale Wertschöpfung durch das Biomasseheizkraftwerk im Raum Neustrelitz bei rund sechs Mio. Euro jährlich, etwa 50 Arbeitsplätze sind entstanden.
Das Engagement der Bürger ist in allen drei Orten überdurchschnittlich, die Akzeptanz für die Energiewende groß.

Hintergrund: Nach dem das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) 2010, 2012 und 2014 jeweils einen „Wettbewerb Bioenergie-Dörfer“ auslobte, firmierte der Wettbewerb 2016 erstmals als „Wettbewerb Bioenergie-Kommunen“.
Das BMEL wollte damit gezielt auch größere Orte ansprechen.
Informationen zum Wettbewerb: www.bioenergie-kommunen.de

Informationen zu den insgesamt rund 140 realisierten und rund 40 in der Umstellung befindlichen Bioenergie-Dörfern und –Kommunen in Deutschland: bioenergiedorf.fnr.de

Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)









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